Letztes Feedback

Meta





 

Die Sinnlosigkeit von Hippie-Sportlehrern in der Schule

Heute fangen wir mal ganz unkonventionell an.

Sportlehrer - meistens geliebt, doch auch oft gehasst. Es gibt zwei Typen von Sportlehrern, die alle die gleichen Eigenschaften aufweisen, trotz der schrecklichen Wahl der Zweitfächer.

Der erste Typ ist natürlich der coole, total faire und begeisterte Lehrer, der auch mal Stunden ausfallen und seine Schüler mal entscheiden lässt, was heute dran kommt. Theoretisch sind diese Art von Lehrer auch in den anderen Fächern total gechillt. Theoretisch.

Der zweite Typ, der Hippie, der sich so toll findet, dass sogar der Kölner Stadtanzeiger einen Artikel über ihn schreiben muss. Man sammelt Treibholz, um seine kreative Ader ausleben zu können, nebenbei hat man auch noch um die 5-6 Kinder gezeugt, die alle ein Jahr hintereinander kamen - um sich eine Jobpause zu verschaffen, man bekommt das Geld ja trotzdem. Dieser Hippie, ob nun klein, groß, dick oder dünn, wird von den Schülern meist schlecht geredet, oder die Schüler sagen meist einfach die Wahrheit: Dieser Lehrer ist dumm, macht scheiß Unterricht und erlaubt noch nicht mal eine Trink- oder Pinkelpause zwischen den Stunden.

Nun, glücklicherweise sind solche Lehrer auch oft krank, durch die ganzen Krankheiten, die ihre Kinder aus der Schule oder aus dem Kindergarten mitschleppen. Das lässt die Schüler auch oft aufatmen. Dennoch ibt es auch anscheinend immune Lehrer. Sie sind jeden Tag in der Schule, ziehen ihre Stunden durch und kommen sogar jede Stunde überpünktlich zum Unterrichtsbeginn - schrecklich.

Außerdem lieben es so engagierte Sportlehrer wie der Hippie, die Schülerinnen und Schüler total zu fördern,indem sie versuchen, diese für außerschulische Aktivitäten wie Schwimmen zu begeistern. Leider findet dieses Schwimmen kaum statt, durch Schüler die es "versäumen" oder sich einfach schlicht und ergreifend davor drücken und erzählen, sie hätten noch Unterricht. Auch ist nur der Hippielehrer begeistert von dieser absurden Idee. Andere Lehrer lehnen diese Art von Hobby für die Schüler ab, indem sie das gute Argument nennen, sie wären zu faul und die Schüler bräuchten natürlichen, und an den Lehrplan angepassten Unterricht (we praise you!)

Natürlich gibt es auch Unterarten von Sportlehrern, z.B. der Outdoor-Junkie, der es gar nicht leiden kann, Sport im Winter in einer total dunklen, stickigen Halle zu treiben und danach schwitzend in die Kälte zu treten.

 

Ein ganz anderes Thema im Sport sind die von dem Hippie durchgeführten Übungen und "Spiele".

 Vielen ist vielleicht der ABC-Lauf bekannt, der auch eigentlich vollkommen in Ordnung wäre... Wenn man nicht davor komische Dehnübungen oder Liegestütze machen muss, um sich aufzuwärmen. Nachdem man diese Übungen schon vollzogen hat, ist man fertig mit der Welt und nicht bereit, noch mehr zu geben. Der ABC-Lauf (für die, die sich nicht damit auskennen) läuft volgendermaßen ab: Abwechselnd laufen die Sportpartner auf die nächstentfernte Linie, und klatschen diese ab. Dieses erfolgt solange, bis man die Wand hinten berührt hat und den gesamten Weg nochmals rückwärts läuft. Dabei soll man laut Hippie acht auf die Arme geben. "AKTIVE ARME!"`, schreit der Hippie jedes Mal, wenn er jemanden erwischt, der sich nicht viel aus dem Laufen macht oder einfach nur kein Bock hat, sich sportlich zu betätigen.

 

 

Nun kommen wir nochmal zum Schwimmen. Hierbei mutiert der Hippie zum Staubsauger. "Brrr! Shhhhhh! Lasst die Luft aus dem Dreieck raus!", schreit er. Während sich die Schüler halb totlachen (haha) , holt sich der Hippie noch Profischwimmer zur Hilfe, die  die Schüler begutachten sollen, damit der Hippie den Unterricht mal nicht selbst leiten muss. Doch... erstmal zum Schwimmbad hinzukommen gestalten sích für die Meisten als eine große Schwierigkeit. Einfach an der oder der Haltestelle auszusteigen, und dann den Weg über die Ampeln zu wählen, um dann die Straße hinaufzulaufen, gestaltet sich schwerer als gedacht: Die meisten laufen in die falsche Richtung, nehmen die falsche Bahn oder den falschen Bus. Es ist doch manchmal echt zum Haarerauf

1 Kommentar 18.5.15 10:50, kommentieren

Werbung


Das Geheimnis der PowerPoint-Präsentationen:

Das Geheimnis der PowerPoint-Präsentationen:

 

Heiß diskutiert und immer gerne von Lehrern genutzt: Die PowerPoint-Präsentation. Wieso ist sie so heiß begehrt und warum reichen heutzutage Plakate und Projektarbeiten nicht mehr aus? Das erkläre ich alles im nächsten Abschnitt:

„Macht bitte eine PowerPoint-Präsentation!“, hieß es am Ende der Informatikstunde am AKS, ein städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen im Stadtteil Essen Frohnhausen. Stöhnend erheben sich die Schüler und haben nur eins im Kopf: Die Präsentation so cool wie möglich zu gestalten. Es ist der 23. Feb. 2015, ein normaler Montagmorgen. Das Thema lautet Datenkapselung und das Geheimprinzip. Ein schweres Thema für die meisten Schüler dieses Kurses. Zuerst wird gegooglet. Schon da bereiten sich die ersten Probleme. Was gebe ich ein? Was soll ich tun, um das beste Ergebnis zu erzielen? Obwohl der Lehrer das Suchwort deutlich an die Tafel geschrieben hat, achtet niemand darauf . . . die Hälfte ist damit beschäftigt, Videos zu diesem Thema herauszusuchen, um nicht lesen zu müssen.

Warum setzen die Lehrer heute auf diese Art von Lernmethode? Es ist doch bewiesen, dass diese Art von Lernen kaum hängen bleibt und viele Male noch ein Handout verlangt wird, damit die Schüler es nächste Stunde wieder parat haben. Warum dann der ganze Stress, es halbwegs gut in der Zeit zu schaffen und die ganze Arbeit, die man hineingesteckt hat? Ist es nicht ein einfacheres, Plakate zu gestalten und diese dann zum besseren Einprägen an die Wand zu hängen? Wieso eine digitale Version?

Der erste Punkt ist die Modernisierung, die wir seit den letzten 30 Jahren durchmachen. Immer wieder neue Erfindungen  und Neuerungen, die nicht mal die Hälfte der Menschen benutzen können. Ständig neuer Müll durch alte Handys, Computer und Fernseher. Die Lehrer wollen einfach cool sein. Doch wissen diese nicht, dass die PowerPoint-Präsentation nicht für Schulbedarf, sondern für Statistiken und Arbeiten von Unternehmen gedacht ist. Sie wollen bei der neuen, jungen und modernisierten Jugend ankommen und sie durch neue Lernmethoden für sie begeistern. Und es klappt, jedenfalls so lange bis sie wieder in ihr altes Muster zurückfallen und ihre Schüler wieder anschreien, da sie kaum ein Wort auf die „Folie“ bekommen haben.

Also, wie lange brauchen die Schülerinnen und Schüler für eine Präsentation ohne Fehler, guten inhaltlichen Stoffen und Argumenten? Wir haben uns umgehört. Viele Schüler des Kurses kommen mit den zwei Doppelstundeneinplanung nicht klar. Zu viel Information; zu wenig Vorbereitungszeit. Manchmal wird in der Freizeit mit privaten Treffen nachgeholfen, wo man sich nochmal zusammen setzt und die Abfolge des Referates durchgeht.

 

Die PowerPoint-Version 2010 ist schon 5 Jahre veraltet, das Schulequipment verschlechtert sich immer weiter. Warum wird es noch benutzt? Was ist das Geheimnis?

Zuallererst ist es die gute Übersichtlichkeit der Folien (wenn man es richtig macht). Man schreibt zu einem Thema drei bis vier Stichpunkte und erklärt diese dann – wenn möglich – frei und ohne sprachliche Fehler. Doch was ist, wenn die Mitschüler nicht mitschreiben, die Dunkelheit nutzen um sich gegenseitig zu verarschen oder sich Videos bzw. Fotos zu zeigen, die nicht mal jugendfrei sind? Wird somit ein optimales Lernen erzielt? Nein, doch manche Lehrer fühlen sich mies oder schlecht behandelt und nicht auf einer Linie mit den Schülern, wenn sie auf uncool tun und ihnen das Handy abnehmen. Wieso ist diese Art von Referat trotzdem so beliebt bei ihnen?

Antwort: Sie müssen kaum was tun. Sie kennen die Themen, die sie vergeben von ihrer Unizeit noch gut und können es in ein- bis zwei Sätzen erklären. Was macht man dann, um es den Schülern beizubringen? Richtig, man lässt sie es selber herausfinden und vorstellen, so hat man sich Arbeit und vor allem Stress gespart. Man hört immer wieder von Lehrern, die ein Burnout hinter sich haben und aufgrund dessen nur noch halbtags oder gar nicht arbeiten können. PowerPoint-Präsentationen dienen also auch als Freiheit im  Job oder zumindest als Stressabbauer. Man setzt sich nur noch an den PC und googlet lustige Katzenvideos – eine gute Ablenkung zum Schulalltag.

Sind Lehrer sich, wenn sie diese Präsentationen benutzen, im Klaren über die Umweltschonung? Sind die Baumretter und Naturschützer? Werden sie bald den WWF oder Greenpeace beitreten, oder sind diese Art von Lehrern sogar schon in einer solch ähnlichen Gruppe unterwegs? „Schützt die Papiere – Schützt die Bäume!“ – so könnte bald ein Motto von ihnen lauten. Kein Plakat, für das Bäume sterben mussten. Kein Haufen Papierkram! Keine Blätter, die der Umwelt schaden. Gute Lehrer oder haben sie noch gar nicht so weit gedacht?

Die Antwort: Nein, Lehrer haben keine Ahnung oder denken zumindest nicht über die Folgen von Papierverschleiß und dessen Vermeiden durch PowerPoint bewusst. Nur einer von vierzig Lehrern gab an, nicht mehr so viel Papier nutzen zu können, das sind gerade mal mehr als 2% der Befragten.  Sie gaben als häufigsten Grund an: Kreativität fördern.

Kreativität fördern indem sich die Schüler ja ach so tolle Farben aussuchen können und die Schriftart ihrer „Folien“ verändern? Oder Kreativität fördern, indem sich die Lehrer immer wieder neue Methoden einfallen lassen, um den Unterricht nicht selbst gestalten zu müssen? The World May Never Know . . .

Kommen wir nun zu der Präsentation an sich. Es ist allgemein bekannt, sich in der Klasse nach vorne zu stellen und hinten auf dem Smartboard die PowerPoint-Präsentation einspielen zu lassen. Nun, jetzt kommt die Frage „Was ist das Problem bei einer solchen Aufstellung?“ Ganz einfach: Sie und auch die Zuhörer vergessen schnell, wer eigentlich im Mittelpunkt steht: Der Referant. Nicht das Smartboard mit der Präsentation und nicht das vielleicht dazugegebene Handout. Es wird sich als Referant nur und zu schnell auf das, was hinter einem eingeblendet ist, verlassen. Man vergisst seine Körperhaltung, das, was man sagen will und den eigentlichen Sinn des Referats: Sich und das Thema angemessen zu präsentieren. Man ist der Hebel, nicht das Board selbst.


 

 

 

1 Kommentar 27.4.15 10:15, kommentieren